2. Tag in Sri Lanka

Veröffentlicht von Verena am

Ihr seid schon gespannt, wie es weitergeht? Was haben wir noch gemacht?
Dann möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen 😉
Für was ist Sri Lanka bekannt? Eins der größten Sehenswürdigkeiten ist der Löwenfelsen in Sigiriya.

Der Löwenfelsen ist ein 200m großer Monolith, der aus einer Ebene aufragt.
473 n. Chr. hat König Kassapa I. aus Angst vor seinem Halbbruder eine Festung auf diesem Felsen errichten.
Auf dem Felsen befand sich noch ein Palastgebäude, das es allerdings nicht mehr gibt, da es aus Holz gebaut war. Aber die Grundmauern aus Stein, die noch erhalten sind, sind schon beeindruckend genug.
Der Aufstieg umfasst 1202 Treppenstufen in den unterschiedlichsten Größen. Außerdem sollte man relativ früh am morgen den Aufstieg wagen, da sich danach der Stein sehr aufheizt und der 2,5-stündige Aufstieg kaum mehr machbar ist. Außerdem gibt es an der obersten Stelle Wespenvölker, die am Morgen noch schlafen und so die Gefahr eines Stiches geringer ist.
Nun – das war erst mal das Grundsätzliche.
Ich war ja schon beeindruckt, als wir noch unten standen. Man sollte sich vor Ort einen Reiseführer nehmen. 1. Gibt er euch Informationen, die es sonst auch nicht zum nachlesen gibt und 2. unterstützt ihr damit die Menschen, die vor Ort leben. Meine anderen Bedenken waren die Kids – schaffen, die es wirklich 2,5 Stunden lang den Berg hinaufzukraxeln. Ich wollte es aber unbedingt probieren und hätte mich auch wirklich geärgert, wenn ich es nicht wenigstens probiert hätte. 

Um überhaupt auf das Gelände zu kommen, gibt es eine Taschenkontrolle. Dort werden zum Beispiel von Wasserflaschen, die Plastikfolie / Etikette abgeschnitten, sodass der Müll nicht in der Anlage verteilt wird – meiner Meinung ein super Dienst!
Am Bergfuß gibt es schon Anlage, die zu damaliger Zeit alle mit Wasser gefüllt waren. Auf dem Felsen gibt es auch einen Pool, war dieser mit Wasser gefüllt, gab es unten am Fuß eine Fontäne. Wahnsinn, was die Baumeister in damaliger Zeit schon umsetzen konnten.

Zum Glück war noch ein einheimischer Begleiter dabei, der unseren Jüngsten getragen hat – DANKE! 

Nach den ersten Stufen könnt ihr die Wandgemälde bewundern – die Geheimnisumwobenen Frauen. Die Frauen haben alle einen Fehler im Bild wie drei Nabel oder drei Brüste. Man weiß noch nicht, warum das so ist. In diesem Bereich darf man keine Fotos machen.
Danach geht es wieder eine schmale Wendeltreppe nach unten und man kommt am „Spiegelgang“ an. Dort hat man Wände, die sich komplett spiegeln (man kann es immer noch erkennen). Wenn man hier seine Fantasie ein bisschen spielen lässt und sich überlegt, wie das damals sein musste. An einer Seite Fackeln, die sich dann in den Wänden und in der Decke gespiegelt haben – Atemberaubend.
Nach einem nochmaligen relativ anstrengenden Teil, weil die Stufen sehr ungleichmäßig sind. An der Seite ist noch eine Anlage, von der man noch nicht so recht weiß, was es damals für eine Funktion hat. Dort sieht man auch Felsbrocken, die bei einem Angriff nach unten gerollt wurden.

Hat man das erste Stück geschafft. Dort kommt man dann zu dem Teil, weswegen der Felsen „Löwenfelsen“ heißt. An beiden Seiten sind die Pfoten eines Löwen gehauen, darüber hat war ein Löwenmaul – das heute nicht mehr erhalten ist. Man ging sozusagen durch das Maul des Löwen – und genau da wird es richtig anstrengend. Die letzten Stufen haben es echt in sich. Aber man kann ja alles auf die Aussicht schieben und mal kurz Pause machen 😉

Achtung – hier leise sein wegen den Wespen. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie es sein muss auf dieser schmalen Treppe zu stehen und von einer Wespe angegriffen zu werden – nicht schön!!


Und dann hat man die letzten Stufen geschafft – und man sieht einfach nur – es ist der Wahnsinn – und der ganze Aufstieg hat sich absolut gelohnt!
Einfach nur WOOOOOOOW – ich kann es hier kaum in Worte fassen, wie toll es ist.

Auf dem Weg nach unten kann man noch den Kobra-Felsen und den Audienzsaal des Königs sehen, die noch sehr gut erhalten sind.
Es gibt noch einen Platz, den Mönche, nach dem der Felsen lange nicht beachtet wurde, als Gebetsplatz benutzt haben.
PS: Wir haben mit Abstieg um die drei Stunden gebraucht.

Kategorien: Reisebericht

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