3. Tag Kandy

Veröffentlicht von Verena am

3. Tag Sri Lanka
Kandy

Zahntempel

Heute hieß es wieder Koffer packen und mit Sack und Pack zur nächsten Station – Kandy.

„Die stolze Königsstadt“ – warum? Die Sri Lanker selbst sagen, die Menschen die aus Kandy kommen sind stolz auf Ihre Stadt. Mehrere Jahrhunderte und viele Eroberungsversuche der Kolonialmächte Portugal und Holland hat die Stadt Stand gehalten und konnte die kulturelle Eigenständigkeit bewahren. Was davon noch übrig geblieben ist: Der Präsident hält in Kandy immer noch seine erste Rede.

Außerdem liegt hier sozusagen, das Mekka der Buddhisten. Der Zahntempel. Hier liegt der heilige Zahn des Buddha – und genau dieser ist unsere erste Station.

Auf dem großen Vorplatz werden alle Besucher kontrolliert und vor dem Gebäudekomplex müssen die Schuhe ausgezogen werden. Bitte beachtet hier, lange Hosen anzuziehen – und vielleicht helle Kleidung zu tragen (daran hatte ich selbst nicht gedacht).

Wir gingen zuerst in das Rückgebäude links um den Schrein herum und haben dort dem Buddha unsere Blumen dargebracht.

Man sollte einem Buddha möglichst nicht den Rücken zuwenden.

In dem länglichen Raum sind viele Buddha-Statuen ausgestellt. An den Wänden sieht man noch Bilder, die den Weg des heiligen Zahns zeigen.

Für mich war dieser Raum sehr beeindruckend.

Danach sind wir wieder nach draußen in den „Innenhof“ und die Treppe nach oben in die Reliquienkammer.

Umrahmt von zwei mächtigen Stoßzähnen ist die meist verschlossene Tür zur Reliquie. Man kann immer nur einen kleinen Blick in die Tür erhaschen, wenn diese offen ist.

Der Zahn selbst ist nicht zu sehen. Er ist in einer Elfenbeinkapsel, umhüllt von sechs Behältern und nur die drei Schlüsselträger köönnen den Behälter gemeinsam öffnen.

Vor der Kammer kann man auch wieder seine Blumen als Opfergabe legen. Die Blumen folgen einem Muster, also schaut, wo euer Opfer am Besten passt.

Im Innenraum des Raumes werden auch wertvolle Opfergaben aufbewahrt. Danach geht es wieder eine Treppe nach unten und man kann nach draußen gehen.



Raja - DER Elefant

Wir sind dann zur königlichen Audienzhalle gegangen, eine Halle mit Holzsäulen und Walmdach.

Dahinter befindet sich ein kleines unscheinbare Gebäude – zu Ehren „Rajas“. Wer ist Raja? Er war mehr als 50 Jahre der Elefant, der beim jährlichen Perahera als Maligawa Atha die Zahnkopie durch Kandy tragen durfte.

Geht man aus dem buddhistischen Gebäudekomplex wieder Richtung Ausgang „fällt“ man fast schon in die Heiligtümer des Hinduismus. Die Devales dreier Gottheiten befinden sich direkt in Nachbarschaft des Zahntempels.

Für mich ist das ein tolles Aufzeigen, dass verschiedene Religionen gerne miteinander erlebt werden dürfen.

Wir sind über die Außenanlage gegangen und haben uns einen kleinen Überblick verschafft. Es war sehr sehr schön hier.

Kandy-See

Nachdem wir unsere Schuhe wieder geholt und uns bei einer kleinen Pause in einem nahegelegenen Kaffee gestärkt haben, hat uns Nishan zu Joy Boat Kandy gebracht, damit unsere Kinder auch noch was zum Schauen haben. Wir sind 20 Minuten Boot gefahren. Auf dem See befindet sich außerdem eine künstliche Insel, die der letzte König Vikrama Rajasimha als Lustpavillon für seine Hofdamen errichten ließ.

Bei der Bootstour konnten wir Komorane, Schildkröte und sogar Landwarane entdecken.

Nach der Bootstour hat uns unser Busfahrer wieder abgeholt und wir sind auf eine kleine Aussichtsplattform über Kandy gefahren. Sehr sehr schön hier oben (das Bild am Beitragsanfang ist dort entstanden). Man hat einen tollen Weitblick.

Feuershow

Nach dem Panoramablick ging es Richtung Kandy Dancer Show, dies gehört zu einem Besuch der Stadt dazu.

Tänzer und Trommler zeigen ihre akrobatischen und tänzerischen Künste in einer einstündigen Show. Nach dem Programm im Inneren ging es nach draußen zu einer „Feuershow“. Die Tänzer sind über Feuer gegangen und haben Feuer geschluckt. Unsere Kids haben nur noch große Augen gemacht!

Hotel Topaz

Danach haben wir in unserem Hotel direkt in Kandy eingecheckt – das Hotel Topaz. Nach einem Begrüßungscocktail und den obligatorischen Begrüßungshandtüchern, haben wir unser super schönes Familienzimmer bezogen.

Das Zimmer hat ein „Erwachsenen“schlafzimmer, an dem ein kleines Bett drangestellt war, was für unseren Kleinen  sehr sehr praktisch war.

Das „Wohn“- und „Esszimmer“ war richtig richtg groß. Im mittleren Bereich stand noch ein Bett für unseren Großen. Im Esszimmer war ein Obstkorb vorbereitet, an dem wir wirklich zwei Tage essen konnten. Die Fenster gingen auf die Stadt Kandy hinaus, sodass wir einen tollen Ausblick hatten. Besonders morgens der Sonnenaufgang wir atemberaubend!

Auf unserem Stockwerk lag direkt das Restaurant, trotzdem war es ruhig und man hatte keine Lärmbelästigung dadurch. Das Essen war der Hammer, allerdings muss man ein bisschen spicy mögen.

Unser Fazit: Tolle Stadt Kandy, die man so vielleicht gar nicht in Sri Lanka erwartet. Etwas frischer, als im Tal, aber wirklich sehr sehr beeindruckend. 


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