4. Tag Nuwara Eliya

Veröffentlicht von Verena am

4. Tag Sri Lanka

Nuwara Eliya
Zugfahrt Kandy - Nuwara Eliya

Nach dem Frühstück am 4. Tag sind wir vom Hotel wieder in einem frisch geputzten Auto – das Auto war pikobello sauber jeden Tag – in Richtung Bahnhof Kandy fahren. Von dort aus sollten wir eine der schönsten Zugfahrten der Welt erleben. Ich war – um ehrlich zu sein – ein wenig skeptisch.. Zugfahren – ja schön und gut… Aber was soll daran so toll sein? 

Aber ich wurde eines besseren belehrt. Unser Sitzplatz war in der dritten Klasse und so ging es erst mal los. Ganz gemächlich tukkert der blaue Zug los. Anfangs durch die ersten Ortschaften, aber so langsam merkt man dann die Veränderung der Landschaft. 

Es wird noch grüner und auch kälter.

Ich bin nach einiger Zeit an eine Tür des Zuges gegangen um Bilder zu machen. Der Schaffner im hinteren Teil hat mich immer auf die Wasserfälle aufmerksam gemacht, die da einfach in der Landschaft waren – einfach toll! Ich habe auch immer mal versucht, die Kamera Kamera sein zu lassen und mir die Landschaft eingeprägt und bin einfach dankbar sowas erleben zu dürfen. 

Die Luft hat sich verändert und man riecht diesen schönen frischen klaren Duft. Ich war einfach nur hin und weg! 

Und genau in diesem Moment wusste ich dann – warum es eine der schönsten Zugfahrten der Welt ist. 

Warum gibt es diese Bahnstrecke überhaupt – Na klar, der Tee sollte schnellstmöglich von A nach B kommen, um diesen dann nach Großbritannien verschiffen zu können. Noch heute fährt der Zug genau auf den Gleisen der historischen Zugstrecke. 

Nuwara Eliya

Am Bahnhof hat uns dann unser Busfahrer wieder abgeholt und wir sind nach Nuwara Eliya gefahren. Man merkt gleich, dass hier viele Briten Einfluss hatten. Viele Häuser sehen aus, wie in Großbritannien. Es gibt eine Pferderennstrecke. 

Wir sind dann noch zum Hill Club gefahren. Der Club wurde 1876 von britischen Kaffeebauern gegründet. Dort gibt es nur Zutritt für Mitglieder und keine Kinder bis fünf Jahre. Aber es war schon sehr sehenswert. 

Man denkt wirklich man ist in Großbritannien. 

Weiter geht es zu einem traditionellen „Markt“ in Sri Lanka, vorab haben wir aber eine der Küchen besucht. Dort gibt es verschiedene Gerichte, die von unterschiedlichen Frauen zubereitet werden. Diese sind sozusagen selbstständig und machen dies auf eigene Rechnung. Dort durften wir „Hoppers“ probieren. 

Ein Teig aus Reismehl und Kokosmilch, der in Tellerform ausgebacken wird. Traditionell kommt dann ein Ei hinein und wird so gegessen. Wir haben den ausgebackenen Teig probiert und es war mega lecker. 

Danach sind wir in die Markthalle gegangen. Obst, Gemüse, Gewürze – soweit das Auge reicht. Wir konnten uns gar nicht satt sehen. 

Nishan hat uns 5 verschiedene Sorten Bananen gezeigt – und die haben wirklich alle anders geschmeckt. Wir durften Mango und Papaya probieren. Einfach so und einfach lecker. 

Dann kamen wir an einen Stand mit Vanille und Muskatnuss und wir konnten uns einfach nicht mehr zurückhalten. Wir haben fünf dicke Vanillestangen und fünf Muskatnüsse für umgerechnet 9 € bekommen. Was das wohl in Deutschland gekostet hätte? 

Teeplantage

Nach diesem kleinen Einblick in die Vielfalt an Obst, Gemüse und Gewürzen durften wir noch bei „DAMRO“ Tea eine kleine Führung genießen. Eine sehr interessante und lehrreiche Führung über die verschieden Sorten von Tee. 

Danach durften wir noch Tee kostenlos probieren! Lecker. 

Nishan ist dann auf dem Heimweg auch noch mal an der Seite stehengeblieben und wir durften uns mitten in eine solche Plantage stellen und auch mal eine Teepflanze anfassen. 

Habt ihr schon mal eine Teepflanze angefasst oder an der offenen Tür eines Zuges gestanden? Ich fand diesen Tag unserer Rundreise einer der schönsten. Einfach ein Traum!


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